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Ratgeber

Lichtkonzept für die Wohnung: Warum ein Raum mehr als eine Deckenleuchte braucht

Von Julia Kaysser · · 2 Min. Lesezeit

Schlafzimmer mit Kugel-Pendelleuchten über den Nachttischen

Du kannst die schönsten Möbel haben: Mit dem falschen Licht wirkt ein Raum kalt, flach oder ungemütlich. Licht ist das am meisten unterschätzte Werkzeug im Interior Design. Und eines der günstigsten.

Das Problem mit der einen Deckenleuchte

In vielen Wohnungen hängt pro Raum genau eine Leuchte in der Mitte der Decke. Sie macht alles gleichmäßig hell und wirft harte Schatten. Der Raum verliert Tiefe, und abends fühlt er sich eher nach Wartezimmer als nach Zuhause an.

Drei Lichtebenen

Ein gutes Lichtkonzept arbeitet mit mehreren Ebenen:

  • Grundlicht sorgt dafür, dass du dich im Raum orientieren kannst. Das kann eine Deckenleuchte sein, besser noch indirektes Licht, das die Decke oder die Wände anstrahlt.
  • Zonenlicht gehört dorthin, wo etwas passiert: über den Esstisch, neben den Lesesessel, an den Schreibtisch, in die Küche über die Arbeitsfläche.
  • Akzentlicht setzt Stimmung. Eine kleine Leuchte im Regal, ein angestrahltes Bild, ein Lichtband hinter dem Kopfteil.

Erst das Zusammenspiel macht einen Raum lebendig.

Warm statt kalt

Für Wohnräume eignet sich warmweißes Licht. Kaltweißes Licht wirkt sachlich und passt eher ins Büro oder in die Garage. Achte beim Leuchtmittel auf die Angabe „warmweiß“ und auf eine gute Farbwiedergabe, damit Holz, Stoffe und Hauttöne natürlich aussehen.

Licht auf verschiedenen Höhen

Wenn alles Licht von oben kommt, wirkt der Raum gedrückt. Kombiniere Licht auf unterschiedlichen Höhen: Deckenleuchte, Stehleuchte, Tischleuchte, vielleicht ein Licht in Bodennähe. So entsteht Tiefe.

Dimmen ist kein Luxus

Morgens brauchst du anderes Licht als abends. Dimmbare Leuchten oder mehrere getrennt schaltbare Lichtquellen machen aus einem Raum viele Stimmungen. Gerade im Wohn- und Schlafzimmer lohnt sich das.

Licht von Anfang an mitplanen

Am leichtesten ist ein gutes Lichtkonzept, wenn es von Beginn an mitgeplant wird: Wo braucht es Steckdosen, wo Anschlüsse an der Decke, wo indirektes Licht? Im Paket Harmony gehört ein Lichtkonzept für Tages- und Abendstimmung fest dazu. Für einzelne Fragen reicht oft schon ein Call a Designer.